ASO Israel

Die ASO Israel vertritt die Auslandschweizer in Israel bei der ASO in der Schweiz. Die Delegierten nehmen zweimal jährlich an der ASO Versammlung teil. 

Auslandschweizer in Israel können sich mit den ASO Delegierten in Kontakt setzen und Vorschläge vorbringen, wie die Delegation sie bei der ASO vertreten können. (Kontakt Formular hier


Antrag Abstimmungen dieses Jahr über das Schweizer Konsulat in Tel Aviv abwickeln zu können: 

(RS) Wir hatten am Freitag die Sitzung des ASO Auslandsschweizer Rates. Eines der Themen, wie schon seit einiger Zeit, war, wie man im Ausland abstimmen kann. Zur Zeit haben wir eine sehr spezielle Zeit.

a) Die Abstimmungen per E-Voting wurden geblockt.

b) Einen Ersatz für das E-Voting ist noch nicht bereit

c) Praktisch ist das Abstimmen per Post fast unmöglich geworden wegen der Covid-19 Situation. In den meisten Ländern kann es mehrere Monate dauern bis die Briefpost ausgeliefert wird in die Schweiz. In praktisch allen Ländern ist es daher einfach nicht möglich, per Post abzustimmen. Das ist sicherlich richtig für Israel.

Zudem wurden die Abstimmungsunterlagen letztes mal zu spät empfangen. Teilweise wurden diese sogar erst nach der Abstimmung erhalten.

Die ASO bedauert diesen Zustand sehr, und versucht nun andere Lösungen auszuhandeln.

Die nächsten Abstimmungen sind extrem wichtig für viele Auslandsschweizer, und es ist unbefriedigend, dass es gerade jetzt keine Lösung für dieses Problem gibt. Und das, obwohl die Auslandsschweizer das volle demokratische Recht haben, ihre Stimme geltend zu machen.

Wir haben jetzt folgenden Vorschlag, der nicht dauernd sein soll, aber wenigstens in dieser Situation eine temporäre Lösung sein könnte.

Ist es möglich, die Stimm-Couverts  dem Schweizer Konsulat in Israel  zuzusenden oder vorbei zubringen, bis, z.B. 10 Tage vor den Abstimmungen. Diese Couverts könnten dann mit der Diplomatischen Post in die Schweiz gesandt werden, und dort der lokalen Post übergeben werden.

Wir wären sehr froh, wenn in dieser Situation von Euer Seite eine solche ausserordentliche Lösung möglich wäre.

Die ASO Delegierten in Israel, die GIS und der Vorstand  SCI stehen hinter solch einer Lösung. Ich werde natürlich auch Remo Gysin, Präsident ASO, informieren.

Ich hoffe, dass wir darüber bald eine Diskussion haben können.

Mit freundlichem Gruss und guter Gesundheit. 


Folgend die Antwort von Konsul Thomas Wagner: 

Gemäss Antwortschreiben der zuständigen Direktion in Bern wurden Abklärungen in dieser Hinsicht getroffen. Demnach sind sich die Schweizer Behörden der gegenwärtigen Einschränkungen des internationalen Postverkehrs bewusst und auch, dass diese Einschränkungen praktische Konsequenzen für die Auslandschweizer im Hinblick auf die Abstimmung vom 27. September 2020 haben können. Unter der Leitung der  Bundeskanzlei und unter Beteiligung des EDA wurden verschiedene Begleitmassnahmen evaluiert, insbesondre der Vorabversand von Wahlmaterial oder Nutzung der diplomatischen oder konsularischen Post. Praktische, rechtliche sowie gesundheitliche Hindernisse haben aber die Umsetzung nützlicher und praktikabler Massnahmen verhindert. Die Kantone sind jedoch vom Bundesrat beauftragt worden, das Abstimmungsmaterial so früh wie möglich zu verschicken.

Wir bedauern, eurem Anliegen bezüglich des Versands der Stimmcouverts nicht entsprechen zu können.  

Viele Grüsse

Thomas  

Thomas Wagner

Head of Chancery


ASO Schweizerrat 10. Juli 2020


RS. July 2020

Leider waren die beiden letzten ASO Kongresse wegen der COVID-19 Situation gestrichen. Die ASO hat sich entschieden, in dieser ausserordentlichen Situation eine Internet Sitzung abzuhalten. 78 Delegierte aus der ganzen Welt nahmen daran Teil. Ralph Steigrad vertrat die Schweizer in Israel an dieser ausserordentlichen Sitzung.

Hier eine kurze Zusammenfassung über die Entscheidungen die getroffen wurden.

a) Peter Wüthrich verliess die ASO per 30. Juni 2020. Lucas Metzger wurde ohne Gegenstimme als Nachfolger und als Quästor gewählt.

b) Evaluation der Wahlsoftware für die Wahlen des Auslandschweizer Rates. Die Software Easy Vote wird als beste Variante angeschaut. Kosten ca SFR 37'000. Das würde es ermöglichen, dass in 60 Ländern mit insgesamt 770900 Auslandschweizern die 120 Delegierten gewählt werden könnten. Der Antrag wird angenommen. Weitere Planungen werden folgen.


Der ASO Vorstand wird mit Bundesrat Ignazio Cassis, dem Vorsteher des EDA, Kontakt aufnehmen, um dieses Thema und die Möglichkeiten mit ihm direkt zu besprechen.

c) Die Sitzverteilung des ASO Rates wurde neu berechnet. 2021-2025 hat Israel neu 4 Sitze statt der bisherigen 3 Sitze im Rat.

d) Die ASO stimmte ab über die Empfehlungen dreier Vorlagen der kommenden Abstimmungen.

e) Die ASO nimmt den Gegenvorschlag der Begrenzungs-Initiative mit 60 Stimmen an. (10 Nein Stimmen und 5 Enthaltungen). Die ASO wird eine Empfehlung veröffentlichen.

f) Das Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste wird intensiv diskutiert. Es gibt pro und contra Vorträge. Die ASO empfiehlt die Annahme mit 60 Ja und 10 Nein Stimmen. Die elektronische Identität würde es ermöglichen viele Verwaltungsprobleme zu lösen, mit denen sich Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer konfrontiert sehen. Ob die Elektronische Identität verwendet wird, ist der freien Entscheidung eines jeden Bürgers überlassen.

g) Konzernverantwortungs Initiative. Es gibt zwar 35 Ja Stimmen, und 25 Nein Stimmen, aber auch 16 Enthaltungen. Mit 44 Nein Stimmen wird entschieden, keine Stellungnahme der ASO zu veröffentlichen.

Die nächste Sitzung, So Covid-19 will, wird 19 und 20 März in Brunnen sein, und 20 und 21 August in Lugano. 


ASO Kongress 2019 in Montreux

Der 97. Auslandschweizer-Kongress der ASO war dieses Jahr in Montreux vom 16-18. August. In Montreux leben rund 58% ausländische Staatsangehörige mit 152 verschiedenen Nationalitäten. Die Stadt ist sehr weltoffen und berühmt für das einzigartige Jazz Festival. Laurent Wehrli, Stadtpräsident von Montreux und Nationalrat hiess uns herzlich willkommen.

Trotz der wunderschönen Umgebung was das Programm vollgepackt mit Diskussionen und Präsentationen. Dr. Victor Weiss und Ralph Steigrad vertraten Israel an diesem Kongress.


Hier ein kurzer Überblick über das Geschehene.

Die Arbeitsgruppe »Botschafter der Toleranz« wurde von Dr.Victor Weiss vorgestellt und wurde mit Applaus verdankt. Diese Arbeitsgruppe wird aktiv von Dr. Victor Weiss geleitet.

Rahmenabkommen, E-Voting und Bankenproblematik waren ein grosses Thema. Zwei Papiere wurden zum E-Voting eingereicht und diskutiert. Eines davon kam von Israel (R. Steigrad, E. Bloch, Dr. V. Weiss)

Die »Gedenkstätte Schweizer Opfer des Nationalismus « musste verschoben werden, da das Projekt noch nicht genügend ausgereift war. Wird in der Frühlingssession besprochen werden.

 

Auch am zweiten Tag hatte es einige ausgezeichnete Präsentationen.

Eine Podiumsdiskussion zwischen SP (Carlo Somaruga) , GPS (Adele Thorens) , CVP (Filippo Lombardi) , GLP (Isabelle Chavelley) , BDP (Thierry Vidonne) FDP (Petra Gössi) und SVP (Nicolas Szita) wurde sehr intensiv mitverfolgt. Der Moderator Thibaut Schaller, Journalist bei RTS, leitete diese interessante Diskussion.

Der Nachmittag wurde von Remo Gysin eröffnet und dann von Bundesrat Ignazio Cassis mit einer interessanten Vision der Schweiz im Jahr 2028 weitergeführt.

Verschiedene Vorträge rundeten den Nachmittag ab.

Die Herausforderung für das Klima von Prof. Martine Rebetez, Professorin für Angewandte Klimatologie, Uni Neuenburg, und Welt bis 2030 von Franceso Pisano, Direktor der Bibliothek der Vereinten Nationen waren nur einige der ausgezeichneten Vorträge.

Nebenbei wurde die neue SWI plus APP für Auslandschweizer vorgestellt.

 

Der Kongress kann auf dem YouTube channel angeschaut werden.

RS


Treffen mit Schweizer Politikern 2. Juni 2019

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NR Doris Fiala und SR Daniel Jositsch, Ulrich Schmid als Gäste in Israel

kje.Doris Fiala SP, NR und Daniel JositschSP, SR waren Beweggrund für unseren Herrn Botschafter Ruch, zu einem Abend der Begegnung mit Vertretern der ASO Israel und der Swiss Community Israel und mehreren Start-Up-Promotoren einzuladen.


In einem spannenden Gedankenaustausch gelangten Eindrücke zum Vorschein, die aus Schweizer Sicht wie von Auslandschweizern in Israel sehr ähnlich erkannt wurden.

Daniel Jositsch betonte die vorrangige Bedeutung des Dialogs, der niemals ignoriert oder gar verweigert werden dürfte und dass nur vielleicht dadurch die Möglichkeit aufrecht erhalten bleibe, die Verantwortlichkeit der Politiker zu stärken. – Nicht zu vergessen sei, dass diese Kommunikation in der Schweiz auf einer über siebenhundert Jahre lang aufgebauten und erlernten Geschichte basiere, währen sich der erst siebzig Jahre junge StaatIsrael immerhin als weitherum einziger demokratischer Staat schon ganz beeindruckend inmitten aller Widerstände und Kontroversen konstant hochgemausert habe zu einem Land, das fähig sei, freie Wahlen durchzuführen, wie dies einem demokratischen Staat gebühre. Die extremen Kontroversen, welche eine Einigung zwischen den Parteien und damit weiterführende Entscheidungen verhindern, sei nicht nur in Israel problematisch, nein, auch in der Schweiz sei es seit geraumer Zeit sehr schwierig, in grossen Angelegenheiten wie zum Beispiel EU-Vereinbarungen, einen moderaten Konsens zu finden. Ein Mangel an Verantwortungsfühl sei mitverantwortlich, hier wie dort, und leider zu oft auf Kosten der Bevölkerung. Diese verliere dadurch das Interesse am politischen Geschehen und es sei nicht einfach, auf diese Weise neue Ziele zu erreichen. Letztlich geht es aber um die Qualität, um das Nicht-locker-lassen; und darin sei die Schweiz insoweit führend, als dass sie zwar langsam, aber stetig dranbleibe, Angefangenes zu einem guten Ende zu bringen.

Ulrich Schmid, vormaliger Journalist NZZ, meint, wünschbar wäre für die Schweiz wie für Israel, wenn sich Israel der EU annähern würde. Dies nicht zuletzt, weil der wirtschaftliche und innovative Austausch zwischen den beiden Ländern genügend Gründe liefert, dies anzustreben. - So sehr wie das alle gerne erleben würden, spricht Doris Fiala jedoch aus, was von hier gesehen so klar erscheint: solange die Rechtsparteien in Europa noch immer auf dem Vormarsch sind, wird sich Israel in keiner Weise dem europäischen Kurs annähern können; notabene erfordert das keine weiteren Erläuterungen.

Forum in der Schweizer Residenz (6)

Wichtig für Israel, so Doris Fiala, sei die BILDUNG UND AUFKLÄRUNG: die Menschen müssten unbedingt ihre Geschichte, alles von ihrer Herkunft erfahren und lernen; denn nur, wer die Vergangenheit kenne  SEI FÄHIG DARAUS ZU LERNEN UND AUF DEN ERKENTNISSEN  DIE ZUKUNFT GUT ZU GESTALTEN. VERGANGENHEIT SEI BASIS zu FAST allem, aber man sollte nicht in ihr stecken bleiben – SONDERN uND KRAFTVOLL ZUKUNFT GESTALTEN. Nur so sei es möglich, begangene Fehler nicht mehr zu wiederholen.

Ulrich Schmid ergänzt: die Schweiz erlernte über Jahrhunderte, was ein Kompromiss bedeute und wie er einen Weg zu bahnen vermag, wo extreme Meinungen einzig aufeinanderprallen und Schaden anrichten würden, wenn sie beide darauf beharren, realisiert werden zu müssen. – Es würde Israel wohltun, ein Gleichgewicht herbeizuführen zwischen den verschiedenen Machtbewegungen wie Orthodoxe und Liberale, zwischen den unzähligen Parteifärbungen und ihren Ausrichtungen.

Nächster Kongress im August 2019 in Montreux

Neuwahlen des ASR   




 


Eb Mai 2017

Engagement der israelischen Delegation bei der ASO

Der Nationalrat in Bern hat kürzlich eine Motion von Nationalrat Büchel, SVP SG knapp abgelehnt. Das erfordert einen nächsten Schritt, um die Schweizer Grossbanken für eine kulantere Dienstleistung für die Auslandschweizer zu gewinnen.

Mit einer Stimmendifferenz von 6 bis 7 Stimmen, dies vor allem wegen vieler Stimmenthaltungen, wurde die Motion abgelehnt. Die SVP, die SP stimmten mehrheitlich dafür, während die "mittleren Parteien wie Grüne, GLP und CVP" dagegen stimmten.

Damit sind die Anliegen der Auslandschweizer keinesfalls auf Eis gelegt. Weitere Vorstösse und allenfalls Gerichtsklagen sind in Vorbereitung.

Mit der israelischen ASO-Delegation, bestehend aus Erich Bloch, Dr. Victor Weiss, neu mit Raphael Steigrad, ehem. Zürich, sowie dem Ersatz-Delegierten Laurent Schwed, ehem. Romandie dabei, wird unsererseits bestmögliches zu einer Neuausrichtung beigetragen.

Im August 2017 findet die nächste Ratssitzung in Basel statt, verbunden mit dem jährlichen Kongress. Die Auslandschweizer Organisation ASO wird vom früheren Regierungsrat und Nationalrat Dr. Remo Gysin BS, geleitet.